CfP: The 11th Workshop in Augsburg on stories and structures

Call for Papers

Stories und Strukturen: Faktuale und fiktionale Texte in der Historischen Netzwerkforschung

25.-26. Mai 2017 an der Universität Augsburg

Organisation:

Prof. Dr. Hanno Ehrlicher, Institut für Spanien, Portugal- und Lateinamerikastudien (ISLA), Universität Augsburg

Im Zuge der sogenannten kulturellen Wende in der Netzwerkforschung wurde in den letzten Jahren zunehmend die Notwendigkeit thematisiert, die Analyse sozialer Beziehungsstrukturen durch die Integration von kulturellen Aspekten wie die Deutungs-, Wahrnehmungs- und Erzählmuster der beteiligten Akteure anzureichern und damit weiterzuentwickeln. Der thematische Schwerpunkt des diesjährigen Workshops zur Historischen Netzwerkforschung liegt deshalb bei der Auseinandersetzung mit neueren Ansätzen in der Kultur-, Literatur- und Sozialgeschichtliche und ihrer (potentiellen) Bedeutung für diese kulturelle Wende. Im Rahmen der (historischen) Auseinandersetzung mit der kulturellen Wende in der Netzwerkforschung wird zudem wieder einmal die immense Wichtigkeit von Texten als Hauptquellenart und Ausgangspunkt jedweder historischen Forschung für die Rekonstruktion und Interpretation von historischen bzw. fiktiven Ereignissen und den mit ihnen verbundenen Beziehungsstrukturen deutlich. Es gilt, die in Texten mehr oder minder verborgenen “Stories” und “Strukturen” möglichst sachkundig zu erheben und interpretatorisch produktiv miteinander zu verbinden und dabei auch die spezifischen Gattungskonventionen und Trägermedien der Texte differenziert zu behandeln.

Der Workshop an der Universität Augsburg ist die 11. Veranstaltung der Reihe „Historische Netzwerkforschung“, die seit bereits 2009 Forschenden aus allen im Bereich der Netzwerkforschung mit historischen Quellen arbeitenden Fächern die Möglichkeit zum Austausch über neue Projekte, Quellenbestände und Methoden bietet. Programme, Zusammenfassungen und Mitschnitte der vorangegangenen Workshops sowie weitere Materialien zur Historischen Netzwerkforschung finden Sie unter http://historicalnetworkresearch.org.

Vorschläge für mögliche Präsentationen bitten wir bis zum 1.März 2017 mittels Abstract (max. 300 Wörter) an: workshop@historicalnetworkresearch.org

Eigene praktische, theoretische und methodische Erfahrungsberichte zur Anwendung der Netzwerkforschung zu ihren Möglichkeiten, ihren Grenzen und Problemen auch über den gewählten Themenschwerpunkt des Workshops hinaus sind ebenso willkommen. Ebenfalls herzlich willkommen sind Teilnehmer, die selbst noch nicht im Bereich der Historischen Netzwerkforschung arbeiten, sich aber einen Überblick über die methodischen Möglichkeiten dieses relativ neuen sich noch in der Formierung befindlichen Forschungsfeldes für ihre eigenen Themenbereiche verschaffen wollen. Falls Sie ohne eigene Präsentation teilnehmen möchten, senden Sie uns bitte ein Kurzabstrakt (max. 200 Worte) in dem Sie ganz knapp erläutern, warum Sie gerne teilnehmen wollen ebenfalls bis zum 1. März 2017 an: workshop@historicalnetworkresearch.org

Wir bemühen uns um eine Finanzierung der Reise- und Übernachtungskosten, können dies jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht garantieren.

Neben den eigentlichen Vorträgen am 26. Mai, zu denen auch einige namhafte internationale Forscher eingeladen werden, werden am 25. Mai 2017 Martin Stark (Aachen) und Marten Düring (Luxemburg) einen Einführungsworkshop in die Historische Netzwerkforschung für Teilnehmer ohne einschlägige Vorkenntnisse abhalten. Außerdem wird es an diesem Tag einen Workshop für Fortgeschrittene im Bereich der Historischen Netzwerkforschung mit Jana Diesner (Urbana-Champaign, Illinois) geben. Für die Workshops freuen wir uns auf alle Interessierten und laden herzlich zur aktiven Teilnahme ein!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir auch hier um Voranmeldung an: maria.fuso@philhist.uni-augsburg.de

 

Network analysis in the historical disciplines