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Knotenpunkte – Universitätssammlungen und ihre Netzwerke – Mainz

September 13 - September 15

via Estelle Bunout:

From: Vera Hierholzer <v.hierholzer@ub.uni-mainz.de>
Date: 14.02.2018
Subject: CFP: Knotenpunkte – Universitätssammlungen und ihre
Netzwerke – Mainz 02/18
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Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V. (GfU)
14.02.2018, Mainz, Johannes Gutenberg-Universität
Deadline: 22.03.2018

Knotenpunkte – Universitätssammlungen und ihre Netzwerke
10. Sammlungstagung, 13. – 15. September 2018
– Call for papers –

Universitätssammlungen bildeten sich im 18. Jahrhundert als “zentrale
Begegnungsorte” (Dominik Collet) heraus, an denen Akademiker und
Amateure, Text- und Dingwissen, alte und neue Welt miteinander in
Beziehung traten. Die Sammlungen öffneten die Universitäten für neue
Akteursgruppen sowie für neue Formen und Praktiken des Wissens.

Bis heute bilden universitäre Sammlungen keine abgeschlossenen Räume,
sondern versammeln Menschen genauso wie Objekte und fungieren weiterhin
als “contact zone” (James Clifford). Sie sind vielfach quer zu
Disziplinen und Institutionen miteinander sowie mit außeruniversitären
Feldern verflochten – schon allein durch die Biographien ihrer Objekte.
Über die verschlungenen Wege, auf denen die Sammlungsbestände häufig an
die Universitäten gelangten, ihre wechselnden Nutzungen und ihre
Verbindungen zu verschiedenen Akteuren wie Urheberinnen, Sammlerinnen,
früheren Besitzer*innen, Forschenden und Studierenden bilden sie
Knotenpunkte ausgedehnter Netzwerke. Die Perspektiven auf ihre Objekte
sind dabei immer wieder unterschiedlich, je nach Blickwinkel erhalten
diese andere Bedeutungszuschreibungen und Verwendungszusammenhänge.

Die diesjährige Sammlungstagung, die die Johannes Gutenberg-Universität
Mainz (JGU) gemeinsam mit der Gesellschaft für Universitätssammlungen
(GfU) vom 13. bis 15. September 2018 ausrichtet, will die
Beziehungsnetze der Sammlungen und die unterschiedlichen Perspektiven
auf ihre Objekte in den Blick nehmen. Es soll ausgelotet werden, welches
Potential sich daraus für Kooperationen mit anderen Fächern, mit inner-
und außeruniversitären Partnern, auf regionaler, nationaler und
internationaler Ebene ergibt.

Anhand von theoretisch-reflektierenden Beiträgen, die mit
Praxisbeispielen verbunden sein können, werden die Chancen und der
Ertrag sammlungsbezogener Kooperationen in den Blick genommen. Wie
werden Sammlungen zu aktiven “Begegnungsorten”, wie finden sich Partner?
Welche Motivation, Zielsetzung und Bedeutung hat die Aktivierung der
Netzwerke rund um die Objekte? Welche Irritationen verursachen die
Begegnungen? Welche neuen Perspektiven auf die Objekte ergeben sich? Wie
wirkt sich die konkrete Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern
auf objektbezogene Erkenntnisprozesse aus, wie auf die Weiterentwicklung
von Sammlungen und das Selbstverständnis des eigenen Arbeitsfeldes? Es
soll aber auch kritisch nach den Grenzen und Problemen in Kooperationen
gefragt werden. Welche Kommunikationshürden bestehen, woran scheitern
Projekte? Was kann zu ihrem Gelingen beitragen?

Folgende Themenfelder und Fragestellungen sollen einbezogen werden:

– Interdisziplinäre Zusammenarbeit (Lehr- und Forschungsprojekte,
insbes. Verbindung von Geistes- und Naturwissenschaften)
– Inneruniversitäre Kooperationen (Einbettung in inneruniversitäre
Projekte und Organisati-onsstrukturen)
– Zusammenarbeit mit Expert*innen aus der Praxis (z.B. mit
Restauratoren, Handwerkern…)
– Internationale Zusammenarbeit (insbes. in Lehre und Forschung, bei
Ausstellungen)
– Objektzirkulation (Leihgabe, Tausch und Abgabe von Objekten,
Zusammenführung/Trennung von Beständen, sammlungsübergreifende
Zusammenarbeit)
– Digitale Netzwerke (sammlungsübergreifende Objektdatenbanken,
virtuelle Ausstellungen…)
– Provenienzforschungsnetzwerke (Formen der Zusammenarbeit bei Sensiblen
Objekten)
– Kooperation mit außeruniversitären Partnern (Museen, Schulen, Vereine,
Bürger*innen…, integrative und partizipative Projekte)
– Kooperation “quergedacht” (ungewöhnliche Netzwerke und Kooperationen)

Diese Themenfelder sollen in Einzelvorträgen (ca.30 Minuten zzgl. 15
Minuten Diskussion) im Plenum behandelt werden und Gegenstand von
zeitgleich zueinander angebotenen, vertiefenden Workshops sein. Die
Workshops, die einen zentralen Programmpunkt der Tagung darstellen,
werden jeweils durch kleinere Impuls-Referate (max. 10 Minuten)
eingeleitet, denen eine gemeinsame Diskussion, eine praktische Erprobung
von Methoden, die Erarbeitung von Leitlinien für die Praxis
unterschiedlicher Formen der Kooperation o.Ä. folgt. Geplant ist zudem
ein Poster-Slam, bei dem in sehr knapper Form, ausgehend von einem
zusammenfassenden Poster, aktuelle Projekte mit Bezug zum Tagungsthema
präsentiert werden; ergänzend werden die Poster in einer Ausstellung
gezeigt.

Wir freuen uns über Vorschläge für alle drei Formate – d.h. für längere
Einzelvorträge, Impuls-Referate im Rahmen der Workshops oder Beiträge
zum Poster-Slam. Sehr willkommen sind auch Ideenskizzen mit Vorschlägen
für einen gesamten Workshop mit Referentinnen zu den genannten
Themenfeldern. Wichtig ist uns dabei ein Ansatz, der die Teilnehmerinnen
des Workshops aktiv einbezieht. Die Beschäftigung an einer Universität
ist keine Voraussetzung, Beiträge aus der Perspektive der Partner*innen
von Universitätssammlungen oder zu vergleichbaren Erfahrungsfeldern
begrüßen wir – gerade angesichts des Tagungsthemas – sehr!

Bitte senden Sie uns bis zum 21. März 2018 unter sammlungen@uni-mainz.de
ein kurzes Abstract (max. 2.500 Zeichen) zu, aus dem das Thema und die
Fragestellung sowie die Zielsetzung und Methodenwahl (bei einem
Workshop) hervorgeht. Zusätzlich bitten wir um einen knappen CV zu den
jeweiligen Referent*innen.

Für Nachfragen stehen wir sehr gerne zur Verfügung!

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Sammlungskoordination der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Universitätsbibliothek, Jakob Welder-Weg 6
55128 Mainz

sammlungen@uni-mainz.de

Homepage <http://www.sammlungen.uni-mainz.de>

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Details

Start:
September 13
End:
September 15