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March 2017

„Räumliche Aspekte der Netzwerkforschung“, 23.-24. März 2017, Bochum

March 23, 2017 Bochum





Call for Abstracts
für die Frühjahrstagung 2017 der DGS-Sektion Soziologische Netzwerkforschung „Räumliche Aspekte der Netzwerkforschung“
am 23. und 24. März 2017 an der Ruhr-Universität Bochum

Die Erforschung sozialer Netzwerkstrukturen hat seit jeher auch räumliche Aspekte und Struktu- ren in den Blick genommen. Mit der Etablierung der Netzwerkforschung Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre standen vor allem Ortseffekte im Fokus. Autoren wie Wellman (1979), Fischer (1975, 1982), Verbrugge (1977) oder Huckfeldt (1983) argumentierten, das sich auf der Basis selbstgewählter Kontakte persönliche und nicht mehr nur lokal gebundene Gemeinschaften entwickeln, gleichwohl die Gestaltung von Netzwerken verschiedenen Umweltbedingungen un- terworfen war. Während diese Autoren zumeist eine akteurszentrierte Perspektive einnahmen, stellte insbesondere Feld (1981) soziale Beziehungen den Mittelpunkt seiner Focus-Theorie. Foci lassen sich als räumliche Gelegenheiten für soziale Interaktionen fassen, die Wahrscheinlichkei- ten sozialer Kontakte erhöhen. Etwa zur gleichen Zeit hat Williamson (1985) das Transaktions- kosten-Argument beschrieben, wonach (auch) mit räumlichen Distanzen größere Kosten verbun- den sind, die gravierende Barrieren für das Eingehen und Pflegen von Netzwerkbeziehungen ver- ursachen. Neben Ortseffekten standen nun auch räumliche Effekte für Relationen zwischen Akt- euren im Mittelpunkt der Betrachtung.

Seit diesen Arbeiten sind nicht nur räumliche Aspekte in der Netzwerkforschung fest etabliert, die Netzwerkforschung hat auch ihre räumlichen Perspektiven stetig weiterentwickelt. Exempla- risch sei darauf verwiesen, dass Austauschbeziehungen zwischen Personen und Organisationen im Zuge moderner Kommunikations- und Transporttechnologien immer weiter entgrenzt wer- den (Bourdieu 1991, Castells 2000). Ein weiteres Beispiel sind die zunehmenden Verflechtungen von internationalen bzw. transnationalen Wirtschafts- und persönlichen Beziehungen im Zuge der Europäisierung und Globalisierung (Featherstone et al. 2007, Herz/Olivier 2012, Som- mer/Gamper 2015). Zudem ist in den raumorientierten Sozial- und Geowissenschaften in den letzten Jahren ein Wechsel von ortsbezogenen (place) zu raumbezogenen (space) Betrachtungen zu beobachten (Logan 2012). Diese Hinwendung zu relationalen Raumkonzepten kann für die Netzwerkforschung befruchtend wirken.

Die Frühjahrstagung 2017 widmet sich der Frage, in welchen Formen und Ausprägungen räumli- che Bezüge in theoretischen und empirischen Arbeiten der Netzwerkforschung berücksichtigt werden. Wir sind an Beiträgen interessiert, die einen der folgenden Punkte aufgreifen:

 Orte als Bezugspunkte: Wie strukturieren Orte Handlungen und wirken damit auf die Netzwerkeinbettung von Akteuren ein? Beispiele sind Wohnorte, Lernorte und Arbeit- sorte.








  •   Orte als Foci für Netzwerkbeziehungen: Hier interessieren die räumlichen Entitäten und deren institutionelles Setting. Welche Foci sind für das Eingehen und die Pflege von Netzwerkbeziehungen besonders günstig?

  •   Räumliche Nähe und Distanz als über Netzwerke vermittelnde Instanz von Inklusion und Exklusion: Wie wird über nahe und entfernte Netzwerkbeziehungen soziale und/oder kul- turelle Nähe und Distanz erzeugt?

  •   Räumliche Mobilität: Welche Bedeutungen, Einschränkungen und Entfaltungsmöglich- keiten bieten räumliche Mobilitäten (tägliche Wege, pendeln, Wohnortwechsel) für die Gestaltung von Netzwerkbeziehungen?

  •   Auswirkungen des Entgrenzungspotenzials moderner Kommunikations- und Transport- technologien: Sind Netzwerke tatsächlich weitgehend entgrenzt? Welche Differenzie- rungslinien lassen sich aufzeigen?

  •   Transnationalisierung/Globalisierung: Wie gestalten sich persönliche oder organisations- bezogenen Netzwerke, die geographisch-kulturelle Grenzen überschreiten? Inwiefern ver- lieren nationalstaatliche Grenzen im Zuge dieser Prozesse ihre Bedeutung?

  •   Welchen Beitrag leistet die Small-World-Forschung zur Aufspürung und Darstellung von Strukturen weltweiter Vernetzung?

    Der räumliche Fokus der Beiträge kann sich auf die gesamte Skala von räumlichen Arrangements in Gebäuden und auf Plätzen, über Quartiere, Städte und Regionen bis hin zu Ländern und der globalisierten Welt erstrecken. Erwünscht sind auch Beiträge, die Beschreibungen oder Anwen- dungen empirischer Tools und Techniken für die Analyse räumlicher Aspekte sozialer Netzwerke zum Inhalt haben.

    Senden Sie Ihr aussagekräftiges Vortragsangebot (max. eine Seite) bis zum 15. Januar 2017 per E- Mail an Sören Petermann: soeren.petermann@rub.de. Über die Annahme der Vorträge wird bis zum 31. Januar 2017 entschieden.




Radboud Digital Humanities Spring School 2017 with networks, 29-31 March 2017

March 29, 2017

Radboud Digital Humanities Spring School 2017

This spring school at Radboud University offers courses into several widely-used techniques and tools in Digital Humanities. It will be held in three consecutive days, 29-31 March 2017, at the Faculty of Arts at Radboud University.

The Spring School will be given in two parallel strands. The first strand of will contain a three days fulltime basic Python course. Python is widely used within many scientific domains and the most popular choice within eHumanities. The only way to learn programming is by doing and therefore a large part of this 3-day course is spent on putting your new skills into practice.

In the parallel strand the other topics will be taught in courses of one day or a half day. These courses focus on advanced Python programming skills (addressing machine learning), social network analysis and visualisation, oral history and working with speech recordings, and much more.

Participants of the three days' basic Python course therefore cannot participate in courses in the second strand.

The courses are targeted towards both junior and senior humanities researchers, including research master students, PhD students and postdocs. The courses are very practical and focussed on the development of personal digital skills.
Time and Location

The spring school takes place at the Radboud campus in Nijmegen, and will be held on 29-30-31 of March 2017. Participants are free to register for every course separately, as some courses take half a day, while the basic programming course takes 3 full days.

This school is open for both Dutch and International participants, and no previous knowledge of programming or certain tools is required but you do need to bring your own laptop. There is a limit on the number of available places for each of the courses (maximum of 30 people). Deadline for registration is March 8.

 

Network analysis in the historical disciplines