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July 2017

Konf: Zeitschriften als Netzwerke. Perspektiven digitaler Erforschung und Darstellung

July 13, 2017 Berlin

From: Sabine Zimmermann <zimmermann@zfl-berlin.org>
Date: 04.07.2017
Subject: Konf: Zeitschriften als Netzwerke. Perspektiven digitaler
Erforschung und Darstellung - Berlin 07/17
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Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin
13.07.2017-14.07.2017, Berlin, ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin

Gemeinsamer Workshop des ZfL und des Forschungsverbunds Marbach Weimar
Wolfenbüttel

13.07.2017 - 14.07.2017
Zeitschriften als Netzwerke. Perspektiven digitaler Erforschung und
Darstellung
Ort: ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et.

Der Workshop diskutiert die Möglichkeiten der Erforschung und
Darstellung von intellektuellen Netzwerken am Beispiel von
Zeitschriften. Anhand von Fallstudien wird diskutiert, mit welchen
Fragestellungen solche Netzwerke erforscht werden können, welche
Instrumente und Hilfsmittel dabei zur Anwendung kommen und wie die
Ergebnisse solcher Forschung dargestellt werden können. Besonderes
Gewicht liegt dabei auf der Verbindung von klassisch hermeneutischen
Verfahren mit solchen der Digital Humanities: mit Distant Reading, mit
datenbankgestützter Analyse und Darstellung der Ergebnisse. Mit der
Frage nach Netzwerken soll dabei der digitalen Erfassung und
Bereitstellung von Zeitschriften ein dezidiert forschungsorientierter
Zugang zur Seite gestellt werden.

 

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Donnerstag, 13. Juli 2017

13:30-15:00 Uhr

Begrüßung

Von der (Zeitungs-)Digitalisierung zu historischen Netzwerken: Methoden
und Herausforderungen
Clemens Neudecker (Berlin)

15:30-17:30 Uhr
Statistische Auswertung von Rezensionsorganen des 17. und 18.
Jahrhunderts: Ausblick auf mögliche Antworten
Olaf Simons (Gotha)

Von der Selbstarchivierung zur digitalen Erforschung? Zum
Gesamtverzeichnis der Zeitschrift alternative
Moritz Neuffer (ZfL)

18:00-19:00 Uhr
Netzwerkpolitiken. Online-Zeitschriften zwischen Teilhabe und
Profilierung
Constanze Baum (Wolfenbüttel)

Freitag, 14. Juli 2017
9:30-11:30 Uhr
Compact Memory: Digitale jüdische Zeitschriften im kreativen Prozess
zwischen Konstrukt und wissenschaftlicher Interaktion
Ute Simeon (Frankfurt)

Die intellektuellen und publizistischen Netzwerke der Zeitschrift Die
Kreatur (1926-1930)
Enrico Rosso (Potsdam)

12:00-13:00 Uhr
Zeitschriften als Netzwerke: Roundtable zu künftigen Projekten
Sonja Asal /Daniel Weidner (ZfL)

14:00-16:00 Uhr
Exilnetz 33 - Korrespondenznetze deutschsprachiger Intellektueller im
Exil
Roland Kamzelak (Marbach)/Vera Hildenbrandt (Trier)

Aperiodika, Sporadika und Beihefte. Jacob Taubes' Zeitschriftenprojekte
zwischen intellektueller Provokation und subversiver Praxis
Herbert Kopp-Oberstebrink (ZfL)

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Andrea Schulz

ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin

030-20192-455
030-20192-243
schulz@zfl-berlin.org

Zeitschriften als Netzwerke
<http://www.zfl-berlin.org/veranstaltungen-detail/items/zeitschriften-als-netzwerke-perspektiven-digitaler-erforschung-und-darstellung.html>

URL zur Zitation dieses Beitrages
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=34591>

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POLNET+ Summer School: Dynamic Network Analysis: Discourses and Simulations, Konstanz 13.-15. July

July 13, 2017 Konstanz

Dear Colleagues and Students,

The duality that occurs between micro behavior and macro outcomes within social networks has attracted the attention of an increasing number of scholars, whose research interests range from organizational studies to international relations.

In response to this increased interest in dynamic network analysis, Volker Schneider, in collaboration with Ines Mergel and Ulrik Brandes, invited Adam Douglas Henry from the University of Arizona to run a tutorial on agent-based modelling of dynamic networks at this year’s POLNET+ summer school. He will also give a keynote on “Learning in Segregated Networks”.

In addition, the POLNET+ summer school features sessions that introduce the participants to Philip Leifeld’s Discourse Network Analyzer, dynamic network visualization in visone and the basics of social network research and data analysis in R. Combined, these methods constitute a comprehensive package that you can use to study a wide variety of networks and their dynamics, such as network evolution or diffusion processes.

Please do not hesitate to contact Christiane Richter (christiane.richter@uni-konstanz.de) with any further questions or to register your interest in attending the summer school until June 30th. You can also access additional information on polver.uni-konstanz.de/materiellestaatstheorie.

Volker Schneider and his colleagues are looking forward to welcoming you to Konstanz in July.

Yours sincerely,

Antje Witting
Post.Doc.
University of Konstanz
Dep. Politics and Public Administration
Chair of Empirical Theory of the State
E: antje.witting@uni-konstanz.de

Verflechtungen, Transfer und Kontakt in und mit Osteuropa

July 14, 2017 Cologne

Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO), Forschungsstelle
Osteuropa an der Universität Bremen (FSO), Zentrum für Osteuropa- und
internationale Studien, Berlin (ZOiS), Cologne-Bonn Centre for Central
and Eastern Europe (CCCEE)
13.12.2016-15.01.2017, Köln, Köln
Deadline: 15.01.2017

Call for Papers & Panels
25. Tagung Junger Osteuropaexperten (JOE), 14.-16.07.2017, Köln
"Verflechtungen, Transfer und Kontakt in und mit Osteuropa"

Please scroll down for the English version

Im Juli 2017 findet die nächste Fachtagung für junge
Osteuropa-ExpertInnen statt. Die Tagung bietet einen Überblick über die
aktuelle Osteuropa-Forschung im deutschsprachigen Raum und die
Gelegenheit, sich interdisziplinär auszutauschen und zu vernetzen. Die
Tagung richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Dokto-randInnen und
jüngere Promovierte unterschiedlicher Disziplinen, die sich mit
Osteuropa (aber auch Mittel- und Südosteuropa) bzw. Eurasien
beschäftigen, und ihre Forschungsprojekte anderen
NachwuchswissenschaftlerInnen und ausgewiesenen FachvertreterInnen
vorstellen und sie mit ihnen diskutieren möchten.

Unter dem Titel "Verflechtungen, Transfer und Kontakt in und mit
Osteuropa" suchen wir Forschungsprojekte, die dem Austausch, den
Verbindungen, aber auch den Abgrenzungen zwischen unterschiedlichen
Entitäten innerhalb Osteuropas gewidmet sind oder deren Kontakt mit
anderen Kulturkreisen in den Mittelpunkt stellen. Wirtschaftliche,
kulturelle, politische und soziale Verflechtungen zwischen
unterschiedlich geprägten Lebenswelten bzw. gesellschaftlichen Akteuren
ändern deren Selbstverständnis, öffnen sie für neue Einflüsse, können
aber gleichzeitig Abgrenzungen nach außen bewirken. Die Beschäftigung
mit Verflechtungen aller Art kann somit das Verständnis nicht nur für
die aktuelle Situation in Europa schärfen, sondern auch deren Genese
näher beleuchten und bislang unbeachtete Entwicklungsstränge zum
Vorschein bringen.
Die Tagung ist offen für Forschungsprojekte aus den sozial-, geistes-
und kulturwissenschaftlichen Fächern. Darüber hinaus sind Beiträge aus
wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Bereichen sehr willkommen. Von
besonderem Interesse sind interdisziplinär ausgerichtete Projekte.

Die Tagungssprache ist Deutsch. Beiträge können auch auf Englisch
eingereicht und gehalten werden.

Die Tagung wird von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO),
der Forschungsstelle Osteuropa (FSO) an der Universität Bremen, dem
Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) und dem
Cologne-Bonn Centre for Central and Eastern Europe (CCCEE) ausgetragen.
Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden von den Veranstaltern
getragen.

Vorschläge für Einzelbeiträge:
- Abstract von maximal 500 Wörtern mit Angaben zu Fragestellung,
Erkenntnisinteresse, theoretischem Ansatz und Methode (zur
Veröffentlichung im Tagungsreader vorgesehen)
- Mitteilung über den Stand des Forschungsprojekts und institutionelle
Anbindung

Vorschläge für Panels:
- Zusammenfassung von maximal 200 Wörtern mit Angaben zum Titel, Thema
und Ziel des Panels
- Abstracts und Informationen zu den jeweiligen Einzelbeiträgen (siehe
linke Spalte)
- ein Panel sollte aus ca. drei Vortragenden bestehen und mindestens
zwei unterschiedliche Institutionen repräsentieren

Bewerbungen spätestens bis zum 15. Januar 2017 an
joe-tagung@uni-bremen.de.
Auswahlentscheidungen werden Ende Februar mitgeteilt.
Bei Zusage muss bis zum 1. Mai 2017 ein deutsch- oder englischsprachiges
Paper von ca. 3.000 Wörtern eingereicht werden, das den TeilnehmerInnen
vorab zur Verfügung gestellt wird.


Call for Papers & Panels
25th Conference of Young Eastern Europe Experts, 14-16 July 2017,
Cologne, Germany
"Interconnections, Transfers and Interactions in and with Eastern
Europe"

In July 2017, the next conference of Young Eastern Europe Experts
(German abbre-viation JOE) will take place. The conference offers an
overview of the newest research projects concerning Eastern Europe,
especially those affiliated with German universities. The conference
offers an opportunity for scientific exchange and association with
fellow researchers. The conference is primarily directed at PhD
candidates as well as young PhD holders of different areas of study who
are dealing with both Eastern and Central or Southeast Europe as well as
with so-called Eurasia. Every participant will be expected to give a
short presentation, which will be discussed during the plenary session
with qualified specialists and other participants.

Under the heading "Interconnections, Transfers and Intercourses in and
with Eastern Europe" we are seeking to bring together projects that
investigate exchanges, connections but also delineations between the
different cultural environments in the region 'Eastern Europe'.
Economic, cultural, political and social interconnections between
diversely shaped "Lebenswelten" (living realities) as well as societal
actors change their self-perceptions, open them up for new influences,
but can, at the same time, cause outward demarcations. Dealing with all
kinds of interconnections may deepen our grasp of the actual situation
in Eastern Europe, and help us understand the origins of the current
situation.
The conference is open to contributions from the humanities, social and
cultural studies. Contributions from the field of economics and law are
equally welcome. Projects with an interdisciplinary agenda are of
special interest.

The languages of the conference are German and English. However, a
passive knowledge of German in order to follow the discussions might be
an advantage.

The institutions organising the conference are: The German Association
of Eastern European Studies (German abbreviation DGO), Research Centre
for East European Studies (University of Bremen, German abbreviation
FSO), Centre for East European and International Studies (German
abbreviation ZOiS), and Cologne-Bonn Centre for Central and Eastern
Europe (CCCEE). The organisers will cover the costs of accommodation and
catering.

Suggestions for individual texts:
- abstract of maximum 500 words with information on scientific issues,
theoretical approach and method (foreseen for publication in the
conference reader)
- information about the status and progress of the research project and
affiliation of the participant

Suggestions for panels:
- summary of maximum 200 words with the title, topic and target of the
panel
- abstracts and information on the individual texts (see left column)
- a panel should consist of about three speakers, and represent at least
two different institutions

Please send your abstract until 15 January 2017 to
joe-tagung@uni-bremen.de.
Our selection decision will be made until the end of February 2017.
In the case of acceptance to the conference, a long paper of about 3 000
words must be delivered until 1 May 2017. It will be submitted to other
participants prior to the conference.

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Alina Strzempa

Westfälische Wilhelms-Universität



joe-tagung@uni-bremen.de

URL zur Zitation dieses Beitrages


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Teilhabe - Macht - Kritik: Zur Widerständigkeit relationalen Denkens. Sommerakademie

July 31, 2017 Konstanz

Ausgehend von einer „Ökologie der Praktiken“, wie sie die belgische Philosophin und Wissenschaftstheoretikerin Isabelle Stengers charakterisiert, und einer Theorie der „Enteignung“, verstanden im Sinne einer Empfänglichkeit, wie sie Judith Butler und Athēna Athanasiou entwerfen, sollen in der Sommerakademie Fragen der Teilhabe, des Widerstands, der Widerständigkeit, der Politik und Ethik thematisiert werden. Stengers sowie Butler und Athanasiou können (und sie werden es auch) als VertreterInnen zweier divergenter Theoriepositionen dargestellt. Butler wird mit einer diskursiv-anthropozentrischen Perspektive (Karen Barad) identifiziert und Stengers steht für einen „spekulativen Konstruktivismus“, der sich durch eine Offenheit für das Wundersame, Überraschende und Eigensinnige der untersuchten matters auszeichnet, der in der Materialität eine „power of wonder“ erkennt.
Mit Stengers steht das Subjekt nicht einer Natur gegenüber, sondern ist Teil der Natur. Unser Handeln ist Teil eines komplexen Gefüges, welches durch unser Agieren nachhaltig beeinflusst wird, das wir aber nicht kontrollieren können. Auch jedes Ereignis ist Teil eines Zusammenhangs, eines Milieus, auf das eine Praktik bezogen ist und durch das es sich realisiert. Jede Praktik ist singulär, einzigartig in ihrer Emergenz und in ihrer Wirkung. Für Stengers ist eine „Ökologie der Praktiken“ deshalb auch ein Werkzeug für ein Denken des Kommenden. Ein Denken, das auf die ereignishafte Potenzialität der Materialität gefasst ist. Butler und Athanasiou vertreten im Unterschied dazu, die Idee wechselseitiger Abhängigkeit von Leben, die ineinander eingelassen sind. Sie versprechen sich davon ein „Prinzip der Gleichheit und Verbundenheit.“ (Butler, 151) Die Abhängigkeit begründet unsere Verwundbarkeit (Butler, 17) Mit dieser geht eine Perspektive einher, welche „die Verwundbarkeit der anderen erkennt und durch sie affiziert ist.“ (Athanasiou, 162)
In ihren konkreten Verfahren der Machtkritik können Butler/Athanasiou und Stengers als fast gegenläufig betrachtet werden: Die Verpflichtung zum Widersprechen beziehen Butler/Athanasiou auf das Selbst und fordern es auf, aus seiner zeitlichen und räumlichen Ordnung herauszutreten: Das Selbst sei zu einer Reflexivität verpflichtet, die seiner Beziehungsförmigkeit und gesellschaftlichen Verfertigung Rechnung trägt und sich einem bloßen Selbstbezug zu Gunsten eines ‚Miteinander-Werdens’ entgegenstellt. In der Perspektive der Wissenschaftstheorie richtet sich Stengers Vorschlag eines Widersprechens hingegen auf die Analyse von Praktiken in ihrer zeitlichen und räumlichen Situiertheit und Verflochtenheit. Sie plädiert also für ein ‚Hineintreten’ in einen spezifischen Zusammenhang.

Aus dieser Gegenüberstellung lassen sich folgende Fragen ableiten, die im Rahmen der Sommerakademie diskutiert werden sollen:
In welchem Verhältnis steht relationales Denken zu politischem Handeln? Welche Handlungsräume werden eröffnet, wenn Handlung, Widerstand oder Denken ökologisch, d.h. in ihrer Umweltlichkeit (und nicht subjektbezogen) gedacht werden? Anders gefragt, kann Relationalität Widerstand produzieren? Gegen wen/was richtet sich Widerstand, der sich als Teil eines Milieus artikuliert?
Inwieweit ist innerhalb eines relationalen Denkens oder der Idee wechselseitiger Empfänglichkeit, wie Butler/Athanasiou sie vorschlagen, Widerstand zu begreifen, ohne die Dynamik dieser Denkmodelle zugunsten einer erneuten Enteignungsfigur aufzuheben? Kann Widerstand in der doppelten Figur der Enteignung – d.h. zum einen als herrschaftsbegründend wie subjektkonstituierend und zum anderen als beraubend und gewaltsam entziehend – begründet werden? Ist die Eröffnung eines Re-Signifikationsprozesses an die aus der eröffnenden Differenz entstehenden Orte bzw. Situationen, von dem/der aus gesprochen, gehandelt, resignifiziert werden kann, gebunden?
Eröffnet die Retransformation der „matters of fact“ in „matters of concern“ (Stengers) und mithin die Situierung der Betroffenheit eine Möglichkeit in einem radikal relationalen Denken widerständig zu sprechen, zu handeln und den situierten Einzelfall zugleich in Relation zum Milieu zu sehen? Inwiefern aber kann ein solches Denken des Werdens oder der Potenzialität, wie Stengers dies beschreibt, in Werkzeuge für konkrete Positionierungen und politische Aktualisierung übersetzt und insofern in konkret zu beschreibenden Teilhabeprozessen (des Mit-Seins, Mit-Sinns oder Mit-Teilens, vgl. Jean-Luc Nancy) gedacht werden?
Inwieweit legen beide theoretischen Positionen vielmehr eine Problemlage offen, als dieser ein neues Modell entgegenzusetzen? Oder, was gewinnen wir von Butlers/Athansious bzw. Stengers Konzeption für ein Denken des Widerstands und der Teilhabe?

Grundlage der Diskussion im Rahmen der Sommerakademie sind folgende Texte:
- Judith Butler/Athēna Athanasiou: Die Macht der Enteigneten. Das Performative im Politischen. Zürich/Berlin: diaphanes 2014, Kapitel 1, 2, 6 und 13.
- Isabelle Stengers: The Cosmopolical Proposal. In: Bruno Latour/Peter Weibel (Hrsg.): Making Things Public. Karlsruhe: ZKM 2006, S. 994-1003.
- Isabelle Stengers: Stengers: Introductory Notes on an Ecology of Practices. In: Cultural Studies Review, 11/1 (2005), 183-196.
Interessierte TeilnehmerInnen werden gebeten, in einem 2-3-seitigen Diskussionspapier – mit Bezug auf die genannten Texte – zu den Möglichkeiten des Widerstands in relationalem Denken Stellung zu nehmen. Der Call richtet sich in erster Linie an DoktorandInnen und PostdoktorandInnen. Das Papier schicken Sie bitte mit einer kurzen biobibliographischen Notiz (ca. eine halbe Seite) bis zum 31. Mai 2017 als pdf-Datei an robert.stock[at]uni-konstanz.de.
Programm

Das Programm wird zeitnah unter https://mediaandparticipation.com/ veröffentlicht.

 

Network analysis in the historical disciplines